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Mein Gartenparadies

Aus meinem Herbstgarten

Montag, 30. Juni 2014

Alle Vögel sind schon da ....


Alle Vögel sind schon da,
alle Vögel, alle.
Welch ein Singen, Musiziern,
Pfeifen, Zwitschern, Tiriliern!


Sicherlich gibt es, was das Füttern der Vögel in der freien Natur angeht, unterschiedlichste Meinungen - besonders, wenn es um die Sommermonate geht. Bislang habe ich meine gefiederten Freunde auch immer nur in der späten Herbstsaison und im Winter gefüttert.

Da ich aber jedes Jahr das Problem hatte, dass es spätestens ab Februar fast unmöglich wurde, noch Vogelfutter, Meisenknödel etc. für die Vögel in der freien Natur zu bekommen - egal, ob noch Winter war, oder nicht - habe ich im vergangenen Jahr einen RIESEN-Großeinkauf beim Discounter gemacht, als es Futterketten und Meisenknödel im Angebot gab *lach*. Tja.......


... und dann gab es praktisch keinen Winter! Und ich? Ich sitze hier auf Tonnen von Futterketten und Meisenknödeln *lach*. Ich könnte einen ganzen Vogelpark durchfüttern...


Als ich aber heute dieses kleine Futter-Hänge-Häuschen in einem hübschen Dekoladen entdeckte ... da machte es "Klick" bei mir! Schnell in den Kirschbaum gehängt und ein wenig Futterketten-Füllung hinein. Ich hoffe, die Vögel werden es mir danken.

Die Sielmann-Stiftung sagt zum Vogelfüttern im Sommer übrigens folgendes:

Entgegen der weit verbreiteten Meinung, man solle am Winterende die Vogelfütterung einstellen, zeigen wissenschaftliche Untersuchungen, dass das ganzjährige Ausbringen von Vogelfutter einen ergänzenden Beitrag zum Erhalt unserer Vogelvielfalt leisten kann. In unserer durch intensive Landwirtschaft geprägten und durch viele „Saubermann-Aktionen“ ausgeräumten Landschaft finden die Vögel auch im Sommerhalbjahr zunehmend weniger Nahrung. Wildkräuter werden auf fast allen Feldfluren intensiv mit Herbiziden bekämpft, Wiesenpflanzen bilden aufgrund frühzeitiger und häufiger Mahd nur noch selten Samen aus. Hinzu kommt, dass Insekten durch Pestizid-Einsatz im Bestand zurückgehen.

Ebenso sind Hausgärten im städtischen Bereich häufig artenarm und wenig ökologisch gestaltet, so dass Vögel hier oftmals vergeblich nach Nahrung suchen. Selbst im Ziergarten wird gerne mit viel Gifteinsatz eine ökologisch nahezu tote Umwelt geschaffen.

Damit können viele Vogelarten, die im Sommerhalbjahr dem Stress der Jungenaufzucht ausgesetzt sind, in Not geraten. Jahrzehntelange Untersuchungen in England, aber auch in Deutschland, haben gezeigt, dass mit einer Ganzjahresfütterung an Futterstellen vielen Vogelarten wesentlich geholfen werden kann.


„Viele Arten, die ganzjährig betriebene Futterstellen aufsuchen, können früher brüten, mehr und höherwertigere Eier legen“, sagt Prof. Peter Berthold, Mitglied im Stiftungsrat der Heinz Sielmann Stiftung. „Diese Vögel vermögen ihre Jungen besser aufzuziehen und erreichen einen deutlich höheren Bruterfolg. Auch nimmt bei ausreichendem Nistplatzangebot – beispielsweise künstlichen Nistkästen – ihre Brutdichte erheblich zu.”

An langjährig betriebenen Ganzjahres-Futterstellen können bis zu 50 Vogelarten erreicht und unterstützt werden, darunter auch viele im Zuge der Klimaerwärmung immer früher heimkehrende Zugvögel wie Rotschwänze, Grasmücken, Laubsänger oder Goldhähnchen. Intensive Überwachung von ganzjährig gefütterten Vögeln hat bisher keinerlei Nachteile, wohl aber erhebliche Vorteile erkennen lassen.

Die Heinz Sielmann Stiftung setzt sich besonders für die Lebensräume unserer heimischen Vogelwelt ein. Sie verfolgt langfristig effektive Strategien mit dem Ziel, die biologische Vielfalt und die Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts dauerhaft zu erhalten und zu fördern. Die ganzjährige Vogelfütterung ist ein ergänzender Beitrag zum Schutz der Vögel – und sie schafft ein spannendes Naturerlebnis.



Und Ihr? Wie haltet Ihr es mit der Sommerfütterung?
Ach, psssst: Wolle Futterkette kaufe...????

Freitag, 27. Juni 2014

Besuch in fremden Gärten ... Teil 2

Seid Ihr bereit für die zweite Gartentour? Dann mal los, ich freue mich schon soooo sehr, Euch dieses tolle Paradies zu zeigen....



Mitten in einem ganz normalen Wohngebiet hätte ich niemals das erwartet, was ich dort vorgefunden habe!


Auf geschätzten 700 - 800 qm haben sich die Besitzer ein wahres Urlaubsparadies geschaffen. Ein großer Schwimmteich liegt im Zentrum des Gartens und ist eingebettet in eine solche Blütenpracht und in so viele wunderschöne Ruhebereiche, dass mir ein bisschen die Spucke wegblieb *lach*.




Auf wunderhübschen Holzstegen und geschlungenen Pfaden geht es durch einen Gartentraum, den man vorne vor dem Haus gar nicht erahnen konnte...



Besonders angetan hatte es mir das wunderschöne Gartenhaus am Ende des Gartens - ein prachtvoller Anblick, der die Besucher magisch anzog.





Hier passte einfach alles zusammen - sehr geschmackvoll dekoriert, nicht zu viel und nicht zu wenig. Ganz mein Geschmack!




Überall waren liebevolle Details zu finden.


Ach und dieser Strandkorb! Da möchten man sich doch hineinkuscheln und nie wieder aufstehen, oder?



Und seht mal, diese tolle alte Tür auf dem oberen Bild. Man vermutet doch fast, dass es dahinter noch weitergeht, oder? Aber weit gefehlt, diese Tür und das dazugehörige Fenster zierten lediglich die hintere Gartenwand und vermittelten einen geheimnisvollen Eindruck...




Wer möchte hier nicht am Abend sitzen und bei einem Glas Rotwein der untergehenden Sonne zusehen?


Diese schicke Holztür verbarg übrigens den dahinterliegenden Komposthaufen - das nenne ich mal stilvoll, oder?


Ich persönlich bin ja kein sehr großer Freund von Gabionen, finde ich sie in den meisten Fällen zu steril und zu modern. Hier allerdings war ich baff - denn braune Gabionengitter mit sandfarbenen Steinen gefüllt hatte ich bislang noch nie gesehen. Sie machten die Loungeecke zu einem wahren Hingucker! So würden selbst mir die Gitterboxen gefallen...



Und über all dieser Pracht schwebten wunderbare Rosenblüten, die sich in dichten Trauben an Rosenbögen schmiegten und dem ganzen Garten etwas Verzaubertes gaben.



Und, was sagt Ihr? Habe ich zu viel versprochen?

So, und nun, ganz zum Schluss, möchte ich Euch natürlich nicht länger auf die Folter spannen...
Das Buch "Tafelzauber & Gaumenfreuden" von Belinda Anton hat folgender Kommentar gewonnen:

Liebste Anja, danke für deine freundliche Einladung ... so bin ich nun auch noch in deinen zauberschönen Lostopf gehüpft ,o) Dein Post ist wieder einmal so traumhaft, dieses Gedicht erinnert an die Kindheit, macht nachdenklich und zugleich fröhlich! Danke dafür!!! Herzliche und sonnige Sonntagsgrüße schickt dir Elke

Liebe Elke, ganz herzlichen Glückwunsch! Ich wünsche Dir ganz viel Spaß mit diesem Buch und freue mich, wenn Du mir ganz schnell Deine Adresse zukommen lässt, damit sich das gute Stück direkt zu Dir auf den Weg machen kann (meine Email-Adresse: gartenliesel@gmx.net).

Allen anderen sei gesagt: Nicht traurig sein - ich bin schon wieder auf der Suche nach neuen Gartenbuch-Inspirationen *lach*.

Schönes Wochenende!

Mittwoch, 25. Juni 2014

Besuch in fremden Gärten ... Teil 1

Meine Lieben, zunächst möchte ich Euch - auch im Namen meiner Mutter - für die vielen lieben Glückwünsche zu ihrem Geburtstag bedanken! Wir haben schön gefeiert und das neue Lebensjahrzehnt gebührend zusammen begrüßt.

Heute möchte ich Euch zu einem ersten Teil einer kleinen Gartenrundreise einladen. Am vergangenen Wochenende habe ich zusammen mit meinen Eltern einige kleinere (und größere - wie Ihr gleich merken werdet) Privatgärten besucht, die im Wohnort meiner Eltern für einen Tag ihre Pforten für Besucher geöffnet hatten.

Uns allen sind sicherlich die traditionell "geöffneten Gartenpforten" in allen Bundesländern Deutschlands ein Begriff. Eine tolle Aktion, wie ich finde. Ich liebe es, meine Nase in fremder Leut's Gärten zu stecken, mich inspirieren zu lassen und mir die Ideen von anderen Gartenbegeisterten anzuschauen.

Bei meinen Eltern wird die ganze Geschichte etwas anders gehandhabt - und darüber möchte ich Euch heute berichten. Zum einen, weil ich es toll finde, dass es so viele Menschen gibt, die  ehrenamtlich ihre Freizeit in die Vorbereitung von solchen Events investieren und zum anderen, weil es sicher eine Aktion ist, die noch viele Nachahmer finden sollte.

Der ortsansässige Heimatverein hat in diesem Jahr bereits zum dritten Mal zu einer großen Gartentour geladen, an der sich insgesamt neun private Gärten im Ort beteiligt haben. Man konnte am frühen Sonntagmorgen im ehemaligen Rathaus für 2 Euro einen Gartenflyer erstehen, aus dem alle teilnehmenden Gärten zu entnehmen waren. Mit diesem Flyer hatte man praktisch die "Eintrittskarte" in neun unterschiedlichste Gartenreiche in der Hand - es konnte also losgehen. Für ganz sportliche Mitmenschen war die gesamte Gartenroute mit dem Fahrrad zu bewältigen und alle Fahrwege waren mit Hinweisschildern ausgestattet.

Da ich aber leider kein Fahrrad vor Ort hatte, haben wir uns mit dem Auto auf den Weg gemacht und heute möchte ich Euch den ersten unserer besichtigten Gärten zeigen. Wobei in diesem Garten eher von einem "Park" die Rede sein kann *lach*.

Auf über 7.000 qm haben die Besitzer dieses Anwesens eine Parklandschaft geschaffen, die mir im ersten Moment den Atem raubte. Umso schöner war es, dass die sehr sympathischen Besitzer uns auf ihre traumhafte Terrasse einluden und wir erstmal einen kleinen Augenblick des In-uns-Aufnehmens hatten *lach*. Aber dann ging es auch schon mit gezückter Kamera los....






 
Ist dieses kleine Häuschen nicht der Hammer? Es war so liebevoll in den Garten eingebettet, ich wäre am liebsten gar nie wieder wegegangen....



Im Anbau des Hauses hatte eine reizende Dame ihre schönsten Ladenschätze aufgebaut, die nicht nur mich zum Staunen und natürlich auch Kaufen anregten *räusper*.




Überall in diesem prachtvollen Garten waren reizende Figuren versteckt, die es zu entdecken galt...




Dass die Besitzer diese riesigen Rasenflächen sehr erfolgreich von einem kleinen Mähroboter pflegen lassen, erstaunt nicht wirklich, oder?


Zum Glück waren wir die ersten Gäste an diesem Morgen und konnten so in aller Ruhe das Grundstück in Augenschein nehmen.




Sicherlich kann die Größe dieses Gartens für viele von uns nur ein utopischer Traum bleiben, aber Freude hat es trotzdem gemacht, sich diesen parkähnlichen Garten anschauen zu dürfen.



Der Heimatverein hatte übrigens an mehreren Stellen Stationen eingerichtet, an denen für das leibliche Wohl der "Gartentouristen" gesorgt war - sehr angenehm, konnte man doch zwischendurch mal eine Bratwurst oder selbstgebackenen Kuchen zur Stärkung zu sich nehmen.




Besonders gefreut hat es mich, wie positiv alle Gartenbesitzer auf meine Bitte reagiert haben, ihre Gärten in meinem Blog zeigen zu dürfen. Ich finde, das ist nicht immer eine Selbstverständlichkeit und man muss als Blogger auch immer mal damit rechnen, dass jemand nicht möchte, dass sein Garten und sein Zuhause im Internet verbreitet wird.


Aber an diesem Sonntag waren alle supernett und haben ihre Einwilligung gerne gegeben - sehr zu meiner Freude und zu Eurem Vergnügen, können wir doch so aus der ganzen Aktion eine kleine Serie starten *lach*. Da haben wir dann alle was davon....





So, ich hoffe, Euch hat der erste Garten genauso gut gefallen wie mir. Im nächsten Teil zeige ich Euch dann einen Garten, der so ganz anders gestaltet ist und sich mitten in einem Wohngebiet befindet .... ein Rosentraum, so viel kann ich Euch verraten.



Hoffentlich habt Ihr bis hier durchgehalten? Wer mag, kann gerne noch bis einschließlich 26.06.2014 hier in meinen Lostopf hüpfen - es ist noch für jeden genug Platz!