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Mein Gartenparadies

Aus meinem Herbstgarten

Mittwoch, 31. März 2010

Knotengarten

Das waren aber zwei wirklich anstrengende, aber auch sehr erfolgreiche Gartentage, die ich gestern und heute hinter mich gebracht habe. Erstaunlicherweise hielt das Wetter sich ganz passabel und für längere Zeiten schien zwischendurch immer mal wieder wunderschön die Sonne. Ich hatte mir extra für diesen Zweck zwei Tage Urlaub genommen und so konnte ich wirklich von morgens bis spätnachmittags im Garten werkeln.

Zunächst habe ich mich der seitlichen Fläche unseres Gartens angenommen und alles saubergemacht, gedüngt, zurückgeschnitten ... was halt nach dem Winter so anliegt.


Irgendwie sieht dann immer erst alles total kahl aus und man kann gar nicht glauben, dass hier in Kürze alles grün und blühend sein soll.



Auch im hinteren Teil des Gartens war ich nicht untätig und habe mich auch dort um die noch mit Laub und Unkraut belagerten Beete gekümmert. Ganz wichtig war natürlich in diesen Tagen auch das Schmücken unserer Felsenbirne mit bunten Ostereiern. Das findet unser Sohn immer besonders schön ... und das ist doch die Hauptsache!



Tja, und dann war es endlich so weit ... ich konnte mit dem lang ersehnten Pflanzen meines Knotengartens beginnen. Zunächst lag die Beetfläche noch völlig unschuldig vor mir und harrte der Dinge, die da kommen ...


Nachdem ich die genaue Mitte des Kreises bestimmt hatte, spannte ich Schnüre, um so das Beet zu vierteln.


Dann steckte ich alle 30 cm einen Stock in die Erde und verband alles mit Garn, um so hinterher das Muster leichter auf das Beet übertragen zu können ... zunächst in eine Richtung.


Dann folgte die andere Richtung ....


Anhand meines Planes konnte ich nun mit Vogelsand - der sehr schön auf dem dunklen Boden zu erkennen war - meine Pflanzlinien vergrößert auf das Beet übertragen.



Über diesen Schritt hatte ich mir im Vorfeld viele Gedanken gemacht ... aber ehrlich gesagt, war das doch ziemlich einfach und ging wirklich schnell ... nach 30 Minuten lag das geplante Pflanzmuster auch schon vor mir.


Und dann begann der anstrengende Teil ... das Pflanzen der Buchspflänzchen. Ich musste immer sehr aufpassen, damit ich meine vorgezeichneten Linien nicht verwische. Dieser Teil war wirklich sehr anstrengend ... ganze 330 Pflanzen habe ich insgesamt eingebuddelt.



Immer besser konnte man das Endergebnis erahnen...


Nach insgesamt etwas mehr als zwei Stunden, die ich hauptsächlich gebückt oder mit dem Kopf nach unten verbracht habe, war ich fertig.


So sieht der Knotengarten direkt nach dem Pflanzen aus...


Und damit der andere Teil des Beetes nicht so kahl aussieht, habe ich hier auch noch eine Hecke drum herum gepflanzt ... weils so schön war ;-) ...


Nachdem ich alle Buchspflanzen noch mit Buchsbaumdünger versehen und alles gut angegossen hatte, habe ich die gesamte Fläche noch mit Pinienmulch bedeckt. Ich habe mich für Pinienmulch entschieden, weil der so eine schöne braune Farbe hat und das Ganze sehr gepflegt aussehen lässt. Braun ist sowieso eine vorherrschende Farbe in unserem Garten und auch an unserem Haus ... unsere Fenster sind braun und das Holz unserer Überdachung. So sieht es doch einheitlicher aus, als wenn ich weiße Kieselsteine genommen hätte.



Jetzt heißt es nur noch abwarten, ob alles gut anwächst. Ein wenig ängstlich bin ich schon, da ich momentan Probleme mit dem berüchtigten Buchsbaumpilz habe. Nach Rücksprache mit einem Gärtnermeister habe ich mich aber trotzdem für den Knotengarten entschieden. Zur Sicherheit habe ich alle Pflanzen zusätzlich noch mit einem Pilzmittel eingesprüht, um eine Übertragung des Pilzes hoffentlich zu verhindern.

Ja, und so ist er endlich wahr geworden ... mein Traum vom Knotengarten!

Donnerstag, 25. März 2010

Sonnenschein

Was war das für ein wundervoller, sonniger Tag! Ich habe mich heute den ganzen Tag im Garten aufgehalten und habe schon sehr viel fertig bekommen. Die bislang mollig warm eingepackten Rosen sind inzwischen wieder von ihrer Hülle befreit. Sie waren unter dem Vlies schon sehr weit ausgetrieben ... es wurde also Zeit.



Auch meine beiden Christrosen haben sich von dem harten Winter und dem vielen Schnee inzwischen wieder erholt und blühen einfach wunderschön...



Und überall im Garten blühen kleine Tuffs aus Mininarzissen. Die habe ich im letzten Frühjahr in rauen Mengen fürs Haus gekauft und nach dem Verblühen im Garten verteilt. Eigentlich finde ich die kleinen Narzissen viel schöner, als die großen.

Das Rasenbeet habe ich mir heute auch nochmal so richtig vorgenommen. Ich habe es komplett durchgeharkt und von Unkraut, Rasenresten und vor allen Dingen riesigen Wurzeln befreit. Auch Hornspäne habe ich schon mal mit eingearbeitet, so dass ich nächste Woche direkt mit dem Pflanzen des Knotengartens beginnen kann.

Unter dem Kugelahorn habe ich im letzten Herbst reichlich pinkfarbene Tulpen gepflanzt, die sich jetzt schon ganz keck zeigen und erahnen lassen, mit was für einer Blütenfülle zu rechnen ist...


Auch das Beet rund um unseren Teich stand heute noch mit auf meiner To-do-Liste. Es ist von Laub und abgeschnittenen Ästen befreit, gedüngt und durchgeharkt. Einige Frühlingsblüher habe ich auch noch reingesetzt, damit es etwas freundlicher aussieht.

Jedes Jahr wieder kann ich nicht an den wunderschönen Gesichtchen der Hornveilchen vorbeigehen, wenn ich sie im Blumenladen stehen sehe. (Ich bin übrigens nicht die Einzige mit diesem Problem, wenn ich daran denke, wie sich die Damen die Pflänzchen gegenseitig vor der Nase weggeschnappt haben :-)!)



Und diese beiden Hübschen habe ich dann heute auch noch in unserem Teich vorgefunden. Tja, der Frühling...

Freitag, 19. März 2010

Den ganzen Winter...

... habe ich mich schon auf den Tag gefreut, an dem die Schnittarbeiten im Garten erledigt werden, weil dann nämlich auch mein Beet im Rasen fertiggestellt werden sollte. Tja, und am Donnerstag war es dann endlich so weit: Bei strahlendem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen wurde geschnitten, geklopft und ausgegraben, was das Zeug hält.


Noch kurz zuvor sah es so aus:



Das runde Beet im Rasen hatte ich im letzten Jahr bereits selber angelegt, damit wenigstens der Kugelahorn schon mal gepflanzt werden konnte. Wir hatten zu diesem Zeitpunkt neben dem neuen Teich auch noch ein weiteres neues Beet angelegt - und irgendwann musste halt mal Schluss sein ;-)!



Auch der Holzsandkasten unseres Sohnes war mir schon länger ein Dorn im Auge. Eigentlich wurde das Ding nie benutzt und stand immer nur im Weg herum. Kurz und gut: das Teil musste weg, um meinem neuen vergrößerten Beet Platz zu machen. Es war auch nicht sehr schwierig, unseren Sohn davon zu überzeugen, da er ja selber bereits ein kleiner Gärtner ist und mich schon häufiger gefragt hat, wann denn der Knotengarten endlich da ist ... lach - die Gene!




Und dann gab es ja auch noch diesen schrecklich klapprigen und windschiefen Rosenbogen, der eigentlich immer irgendwie ungepflegt aussah. Hinzu kommt noch, dass in unserem Garten sehr viel Schatten vorherrscht, so dass es für Rosen überhaupt nicht ideal ist.


Nun haben aber zwei freundliche Herren kurzen Prozess mit all diesen unschönen Dingen gemacht und seitdem sieht es nun so bei uns aus:


Unsere riesige Thujahecke hat wieder ihren jährlichen Friseurtermin hinter sich gebracht und sieht wieder ganz akurat aus.


Der Rosenbogen ist verschwunden. Die Rosen befinden sich im Moment noch in der Erde, werden aber in Kürze die Reise zu meinen Schwiegereltern antreten, da diese nämlich den idealen Rosengarten mit viel, viel Sonne haben. An dieser Stelle soll irgendwann einmal eine Art "Durchgangsbogen" mit einem kleinen mit Dachpfannen eingedeckten Dach entstehen ... na ja, man muss ja auch noch Träume haben!

Und hier ist nun das vergrößerte und mit einer Kante versehene Beet. Vom Rasen ist jetzt übrigens nicht mehr so sehr viel übrig ;-). Aber wer braucht den schon?

In die eine Hälfte des Kreises soll ein runder Knotengarten gepflanzt werden, in dessen Mitte vielleicht eine kleine Säule mit einer Vase etc. steht. Mal schauen.
Ja, und im anderen Teil steht ja schon der Kugelahorn, unter dem sechs wunderschöne Funkien wachsen. Und damit das ganze nicht so kahl aussieht, werde ich hier auch noch ein runde Buchshecke drumherum pflanzen.

Der Sandkasten ist auch verschwunden. An seine Stelle wurde der Rasen gepflanzt, der wegen des neuen Beetes sowieso weg musste. So haben wir die Gewissheit, dass der Rasen auch genauso aussieht, wie der alte. Denn um welche Rasensorte es sich bei uns genau handelt, wissen wir gar nicht, da der Rasen von den Vorbesitzern angelegt wurde.

Im Moment sieht zwar alles noch etwas kahl und winterlich aus, aber ich denke, sobald die Natur so richtig erwacht und ich die übrigen Pflanzarbeiten erledigt habe, wird sich alles gut in den Garten einfügen.

Sonntag, 14. März 2010

Es wird...

...langsam. Zwischenzeitlich hat uns nochmals so richtig der Winter heimgesucht. Mit richtig fiesem Eisschnee hatte mein Garten sehr zu kämpfen. Der schwere Eisschnee hat so einige meiner Hecken in Mitleidenschaft gezogen, obwohl ich morgens sofort alles heruntergeräumt habe.

Inzwischen aber ist es doch etwas angenehmer draußen und die Vorhersagen lassen doch so ein kleines Frühlingsgefühl erahnen. Am kommenden Freitag sollen es bis zu 15 Grad warm werden. Mal sehen ... ich hätte nichts dagegen.

Auch im Garten steht alles in den Startlöchern. Die Kletterhortensie vor dem Haus hat schon superdicke Knospen.

Die Kästen und Kübel, die ich zwischenzeitlich alle mit Frühlingsblühern bepflanzt hatte, sind inzwischen auch ziemlich abgehärtet, nachdem ich sie nun zwei Wochen lang jeden Abend in den Geräteschuppen geschleppt habe und am Morgen wieder raus, je nachdem, ob die Temperaturen es zugelassen haben. Puh, was tut man nicht alles für ein paar Frühlingsgefühle!

Dieser neckische Kerl begrüßt im Moment - sehr zur Freude unseres Sohnes - die Gäste schon an der Haustür.



Auch sonst zeigt sich überall im Garten frisches Grün...


mein Storchschnabel kann es auch schon nicht mehr abwarten...,


die Fetthennen platzen vor Vitalität...,

und auch sonst treiben überall schon grüne Spitzen aus.

Und trotzdem sieht alles doch noch sehr matschig aus im Garten. Darüber täuscht auch meine Blumensäule im hinteren Gartenteil nicht hinweg. An sich sieht sie ja hübsch aus, nur vor dem Hintergrund der vom alten Laub zermatschten Beete sieht sie etwas verloren aus. Ach, was solls, der Frühling ist noch immer gekommen.


Diesen kleinen Vogelkäfig hat mir mein treuer Schwiegervater mal wieder vom Trödelmarkt mitgebracht. Sieht er nicht wunderbar "shabby" aus? Ich habe mich jedenfalls sehr darüber gefreut.


Am kommenden Donnerstag ist es nun endlich soweit, die Gärtner kommen! Sie schnibbeln an unseren inzwischen sehr hohen Hecken rum, schneiden auf der Seite unserer Nachbarin den riesigen Kirschbaum etwas zurück, entfernen den Sandkasten und noch so einige andere unschöne Dinge, die mir schon länger ein Dorn im Auge sind. Und..... sie vergrößern nun auch endlich mein Beet im Rasen und legen eine Außenkante darum, damit ich dann bald meinen Knotengarten pflanzen kann. Bin schon sehr gespannt, wie mir die Umsetzung so gelingen wird. In der Theorie ist sowas ja immer schön erklärt, aber in der Praxis....? Ich lasse mich mal überraschen.

Ich wurde übrigens gefragt, ob ich unsere Buchshecken und dann auch den Knotengarten ebenfalls vom Gärtner pflegen und schneiden lasse: Natürlich nicht! Dazu bin ich viel zu sehr Gärtnerin mit Herz und Seele. Die Gartenbaufirma schneidet wirklich immer nur die Dinge, die inzwischen so hoch geworden sind, dass es für uns eine riesige Anstrengung wäre. Ansonsten sieht man mich im Sommer wochenlang mit der Akkuschere durch den Garten wandern. Sehr zum Leidwesen unserer Nachbarn wahrscheinlich...

Na ja, und manchmal hat die Frau des Hauses ;-) eben auch noch so ein paar kleinere Einfälle, die bauliche Veränderungen nach sich ziehen. Und die müssen dann eben auch die kleinen fleißigen Heinzelmännchen erledigen!

Ich wünsche uns eine hoffentlich sonnige, frühlingshafte nächste Woche!